Dr. Aicke Hasenheit, LL.M.
ist Rechtsanwalt und seit 2010 Partner bei bdp Berlin.
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser!
das deutsche Insolvenzrecht wird ganz erheblich geändert. Zum März 2012 treten wesentliche Teile des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) in Kraft. Kernidee des Gesetzes und der damit verbundenen Änderung der Insolvenzordnung ist es, überlebensfähigen Unternehmen stärker als bisher eine echte Chance zur Sanierung zu bieten. Mit der Gesetzesänderung werden (Sanierungs-)Regelungen in die Insolvenzordnung eingefügt, die das deutsche Insolvenzrecht bisher nicht kannte. Eine dieser neuen Regelungen, das Schutzschirmverfahren, wollen wir Ihnen in dieser Ausgabe von bdp aktuell vorstellen.
Neustart ermöglicht: bdp kann im Jahr 2011 auf ein weiteres erfolgreiches Sanierungs- und M&A-Projekt zurückblicken: Die WEDO Formenbau- und Kunststoffverarbeitung GmbH in Doberschau konnte erfolgreich durch den an bdp erteilten M&A-Auftrag an einen Investor veräußert werden. Die Gesellschaft wurde vorher durch das Interimsmanagement von bdp Venturis seit Januar 2011 geführt und restrukturiert.
Kostenrechnung leicht gemacht: Um den Unternehmenserfolg in Zukunft zu gewährleisten, bedienen sich Unternehmen u. a. dem internen Rechnungswesen. In dieser und in der nächsten Ausgabe möchten wir Ihnen die Grundlagen der internen Kosten- und Leistungsrechnung in verständlicher Form näher bringen.
Unternehmensgründung: Eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) kann mit geringem Stammkapital und Mustersatzung einfach gegründet werden. Allerdings sollte sich das Stammkapital bei Gründung am Finanzbedarf des Unternehmens ausrichten, da eine unterkapitalisierte Gesellschaft von Anfang an insolvenzbedroht ist. Was Sie sonst noch beachten sollten, erläutert Barbara Klein.
Ihr
Dr. Aicke Hasenheit