Andreas Demant
ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und seit 1992 bdp-Gründungspartner.
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
Geschenke gibt es keine: bdp hatte den richtigen Riecher, als wir in den Ausgaben 71 bis 73 von bdp aktuell das Jahr 2011 mit einer Serie zur Unternehmensbewertung einleiteten: 2011 stellt sich bislang als eines der besten Jahre für den Verkauf von Unternehmen dar. Seit wir im Frühjahr über die unterschiedlichen Methoden der Unternehmensbewertung informiert haben, sind mehrere Monate vergangen, die alles bisher Dagewesene in Sachen M&A in den Schatten gestellt und zu teilweise höheren Unternehmensbewertungen geführt haben, als in den bislang letzten Boom-Jahren 2006 bis 2008.
Mehr denn je gilt aber: Was ich für mein Unternehmen bekomme, ist nicht unbedingt der (nach Lehrbuch ermittelte) Unternehmenswert, sondern schlussendlich ein Kaufpreis. Kaufpreise werden am Verhandlungstisch erzielt, wo einem keine Geschenke gemacht werden. bdp-Gründungspartner Dr. Michael Bormann erläutert, wie man beim Unternehmensverkauf professionell vorgeht und erfolgreich verhandelt.
Gut geplant ist halb gewonnen: Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt! Flotte Sprüche zur Frage, warum man als Unternehmer planen sollte, sind schnell zur Hand. Planung erfolgt unter Unsicherheit, und die hält viele Unternehmer gerade vom Planen ab. Aber nur wer einen Plan hat, merkt Abweichungen und kann korrigieren. Andreas Schacht und Klaus Finnern informieren über Unternehmensplanung.
Wirkungsloser Schutz: Der Bundesgerichtshof hat in einer neueren Entscheidung (BGH vom 19. Mai 2011, GZ. IX ZR 9/10) seine Rechtsprechung zum Thema Patronatserklärungen weiter fortgeführt und geurteilt, dass eine an einen Gläubiger gerichtete harte Patronatserklärung der Muttergesellschaft die objektive Zahlungsunfähigkeit der Tochtergesellschaft nicht beseitigt. Dr. Aicke Hasenheit klärt auf.
Ihr
Andreas Demant