Flugzeugfonds, in: bdp aktuell 76 | Juli + August 2011

Besonders wachstumsstark

bdp berät abermals die HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG bei der Emission attraktiver Flugzeugfonds

Flugzeug

____Herr Dittmann, früher waren Flugzeugfonds ja reine Steuersparmodelle. Da hat der Gesetzgeber mittlerweile einen Riegel vorgeschoben. Was macht Flugzeugfonds heute für Anleger interessant?

HEH ist mit großem Erfolg in den Markt der Flugzeugbeteiligung eingestiegen. Unsere Fonds investieren in den Flugverkehr der Regionalflugzeuge, der sich in den vergangenen Jahren als besonders wachstumsstark und ertragreich erwiesen hat. Dabei werden die Flugzeuge von den geschlossenen Fonds erworben und langfristig an eine Fluggesellschaft verleast. In den letzten drei Jahren haben wir elf Flugzeugfonds emittiert und erfolgreich platziert. Mit einem eingeworbenen Eigenkapital in Höhe von rund 80 Mio. Euro sind wir einer der beiden Marktführer im Segment der Regionalflugzeuge. Allein im Jahr 2010 konnten vier Flugzeugfonds vollplatziert werden. Für die Anleger ist das deshalb interessant, weil wir die Investitionsobjekte sorgfältig auswählen und mit einem einzigartigen Sicherheitskonzept kombinieren.

____Was macht das Sicherheitskonzept aus?

Das HEH-Sicherheitskonzept, das nun schon zum 12. Mal umgesetzt wird, besteht zum einen aus einem langfristigen Leasingvertrag mit einer erfolgreichen Regionalairline, der die vollständige Tilgung des Fremdkapitals in der Laufzeit des 10-jährigen Leasingvertrages ermöglicht. Zusätzlich übernimmt die Airline während dieser Zeit vollständig die Betriebskosten und leistet den Teil, der für die Auszahlungen an die Anleger benötigt wird, in Euro.

Gunnar Dittmann

Gunnar Dittmann
ist geschäftsführender Gesellschafter und Gründer der HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG.

Wichtig ist auch, dass der günstige Einkaufspreis des Flugzeuges ohne jeglichen Zwischengewinn direkt an den Fonds weitergegeben wird, sodass die Anleger die größtmögliche Chance beim späteren Flugzeugverkauf erhalten. Selbst während der globalen Rezession konnten alle Fonds ihre geplanten Ergebnisse nicht nur erreichen, sondern mit vorgezogenen Auszahlungen, die seit 2010 sogar vierteljährlich erfolgen, und höheren Liquiditätsreserven sogar übertreffen.

____Unterscheidet sich der neue Fonds von seinen Vorgängern?

Die Struktur des neuen Fonds „HEH Valencia“ ähnelt denen der Vorgängerfonds, jedoch konnte mit dem jetzigen Leasingnehmer, der IBERIA regional/Air Nostrum, eine noch höhere Leasingrate vereinbart werden, sodass die komplette Darlehenstilgung bereits nach 10 Jahren planmäßig erfolgen wird. Schneller tilgt kein anderer Flugzeugfonds! Die IBERIA regional/Air Nostrum ist eine etablierte und sehr profitable Fluggesellschaft, die in 14 der letzten 15 Jahre Gewinne erwirtschaften konnte.

Mit dem neuen Fonds investieren wir in das mit rund 1.700 verkauften Flugzeugen erfolgreichste Regionalflugzeugprogramm aller Zeiten, die Bombardier CRJ-Serie. Der Kaufpreis des Flugzeuges von etwa 26 Mio. Dollar ist günstig und liegt ca. 3 Mio. Dollar unter dem Marktwert, da der erzielte Mengenrabatt des Bestellers direkt an den Fonds weitergegeben wird.

____Welche Leasingkonditionen konnten Sie vereinbaren?

Bereits ab Dezember 2011 fließt das Kapital zurück, beginnend mit 8 % Zinsen pro Jahr, die dann auf 15 % ansteigen sollen. Über die gesamte Laufzeit sind Auszahlungen von 253 % geplant. Der Leasingnehmer zahlt den für die Auszahlungen vorgesehenen festen Teil der Leasingraten vollständig in Euro. Dabei besteht Zins- und Währungssicherheit.

___Welche Sicherheiten können Sie sonst noch bieten?

Generell ist der Vorteil einer solchen Beteiligung ja, dass bei möglichen Zahlungsausfällen das Flugzeug selbst als verwertbare Sicherheit vorhanden ist, welches durch den Leasingnehmer natürlich versichert ist, und zwar über den Marktwert. Die Betriebskosten werden komplett vom Leasingnehmer übernommen.

Dann sollten Sie wissen: Der Regionalflugzeugmarkt hat sich mit Wachstumsraten von rund 10 % p.a. in den vergangenen 40 Jahren als besonders wachstumsstark und krisensicher erwiesen. Alle unsere Vorgängerfonds überzeugen mit vorgezogenen Auszahlungen und einer höheren Liquidität als geplant. Und schließlich haben die HEH-Flugzeugfonds Bestnoten von vielen Analysten und Ratingagenturen bekommen, so etwa der Gewinn des Scope Awards im Jahr 2009.

____Herr Finnern, bdp hat schon die Vorgängerfonds steuerlich beraten und unterstützt die HEH auch jetzt. Können Sie uns bitte die steuerlichen Besonderheiten in der Fondsbetreuung erläutern?

Klaus Finnern

Klaus Finnern
ist Steuerberater und seit 2001 Partner bei bdp Hamburg.

Abhängig von der gewählten rechtlichen Konstruktion der Fondsgesellschaft, also der Gesellschaft, an der sich Anleger - direkt oder indirekt über eine Treuhandgesellschaft – beteiligen, können verschiedene steuerliche Besonderheiten zutage treten. Bei Schiffsfonds kann beispielsweise die Tonnagesteuer als pauschale Ertragsteuer steuerliche Anreize bieten, wenn denn überhaupt Überschüsse erzielt werden. Aber ertragsteuerliche Anreize treten - wie bereits ausgeführt - aufgrund gesetzlicher Vorgaben immer mehr in den Hintergrund zugunsten einer soliden wirtschaftlichen Fondskonstruktion.

Da sich an geschlossenen Fonds in aller Regel mehrere hundert bis tausend Anleger beteiligen, kommt dem Informationsfluss zur Fondsgesellschaft eine große Bedeutung zu. Schließlich muss gewährleistet werden, dass ein einige hundert Seiten umfassender Steuerbescheid - wie jeder normalumfängliche Bescheid - formal wie inhaltlich vollumfassend geprüft werden kann.

____Gibt es steuerliche Besonderheiten der HEH-Flugzeugfonds?

Die Besonderheit liegt in der Art der Einkünfte: Die HEH-Flugzeugfonds sind vermögensverwaltend konzipiert, sodass Vermietungseinkünfte erzielt werden. Die steuerliche Ergebnisermittlung erfolgt hierbei nicht durch Bilanzierung. Das steuerliche Ergebnis wird durch Gegenüberstellung der Einnahmen und der Werbungskosten ermittelt. Die Besonderheit besteht bei den HEH-Flugzeugfonds darin, dass aus der Handelsbilanz unter Berücksichtigung steuerlicher Rahmenbedingungen diese Überschussermittlung entwickelt wird. bdp kann hierbei die vorhandenen fundierten Kenntnisse aus der Betreuung von Immobilienunternehmen anwenden, da hier gleiche Problemstellungen bearbeitet werden.

Ein Vorteil der vermögensverwaltenden Konzeption ist, dass nach derzeitiger Rechtslage der erwartete Veräußerungserlös steuerfrei vereinnahmt werden kann.