Unternehmensgründung, in: bdp aktuell 71 | Februar 2011
Existenzgründer verschätzen sich oft
Es gibt erschreckend deutliche Wissens- und Kompetenzdefizite bei angehenden Unternehmern
Existenzgründer haben oft zu wenig Ahnung davon, was sie nach dem Sprung in die Selbstständigkeit im Geschäftsleben erwartet. Eine bundesweite Umfrage der Industrie- und Handelskammern, deren Ergebnisse der DIHK veröffentlichte, zeigt, dass hier dringender Beratungsbedarf besteht, soll das Unternehmen nicht mit einer Bauchlandung enden.
Rüdiger Kloth
ist Steuerberater und seit 1997 Partner bei bdp Hamburg.
Es gibt erschreckend deutliche Defizite bei den angehenden Unternehmern. Vor allem bei der Einschätzung der Konkurrenzsituation auf dem angepeilten Geschäftsfeld liegt über die Hälfte (53 %) falsch. Große Lücken tun sich auch bei den kaufmännischen Kenntnissen auf. Denn diese sind bei 51 % zu gering. Auch hat fast jeder Zweite (46 %) keine klaren Vorstellungen von seinen künftigen Kunden, die ja schließlich das Produkt oder die Dienstleistung kaufen sollen. Besonders schwer dürften es jene 32 % haben, die ihre Geschäftsidee nicht überzeugend beschreiben können. Unter diesen Umständen dürfte wohl kaum eine Bank zur Finanzierung bereit sein.
Und wenn doch: 44 % veranschlagen leider zu geringe Startinvestitionen bzw. laufende Kosten. Das versucht wiederum mehr als ein Drittel (38 %) damit zu kompensieren, dass es zu hohe Umsätze erwartet. Am besten stellen sich die Start-up-Unternehmer noch bei den Fachkenntnissen: Die beurteilt der DIHK nur bei 27 % als zu gering. Aber auch diese Quote ist natürlich viel zu hoch.
Da ist guter Rat natürlich dringend nötig. Der muss nicht unbedingt teuer sein und bdp ist gerne bei der Gründerberatung behilflich. Sprechen Sie uns an.