Rüdiger Kloth
ist Steuerberater und seit 1997 Partner bei bdp Hamburg.
bdp aktuell 68 | November 2010
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
die Zeiten waren zuletzt nicht günstig für die Suche nach Investoren und Unternehmensnachfolgern. Auch jetzt warten viele potenzielle Investoren noch ab, ob sich die Konjunkturerholung als dauerhaft erweist. Trotzdem ist es mit Erfahrung und Know-how im Prinzip jederzeit möglich, Unternehmen ganz oder teilweise zu verkaufen.
bdp-Gründungspartner Dr. Michael Bormann beschreibt in unserem Titelthema Distressed M&A als die Königsdisziplin des Unternehmensverkaufs und analysiert die Vor- und Nachteile dieser aus der Not geborenen Unternehmensverkäufe. Wir stellen ferner zwei Projekte vor, bei denen es bdp selbst unter widrigen Bedingungen gelungen ist, für Unternehmen in der Krise bzw. aus der Insolvenz heraus erfolgreich Investoren zu finden.
Zum Erfolg einer Investoren- bzw. Nachfolgersuche kann auch beitragen, wenn es gelingt, die Finanzierung des Investments zu realisieren. Der neue Geschäftsführer der bdp Venturis und ausgewiesene Finanzierungsexperte Matthias Kramm schildert dies am Beispiel einer Unternehmensnachfolge, bei der bdp die aus der Unternehmensführung stammenden Erwerber auch bei der Geschäftsplanung begleitete.
Wir setzen in dieser Ausgabe unsere Serie zu den Steuerrisiken bei der Sanierung fort und befassen uns mit dem möglichen Verlust von Verlustvorträgen, der u.a. bei Beteiligungen oder Kapitalerhöhungen eintreten kann.
Wir berichten ferner über neuere Urteile, die sich mit der Frage beschäftigt haben, inwieweit Handwerkerleistungen sowie Gartenarbeiten als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar sind. In beiden Fällen wurde dies verneint.
Schließlich dokumentieren wir einen weiteren bdp-Webcast zum Sanierungsmanagement, und zwar zur Möglichkeit für Krisenunternehmen, mit unanfechtbaren Bargeschäften weiterhin am Geschäftsleben teilhaben zu können.
Ihr
Rüdiger Kloth