Klaus Finnern
ist Steuerberater und seit 2001 Partner bei bdp Hamburg.
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
weil der Markt für Unternehmensnachfolgen und Unternehmensverkäufe (M&A) seit 2008 massiv zurückging, war es in den letzten zwei Jahren schon nicht einfach, ein „normales“ Unternehmen – ohne Krise, Sanierungsbedarf oder gar Schlimmeres – zu veräußern. Der Verkauf eines echten Krisenunternehmens oder eines Unternehmens aus der Insolvenz ist sicherlich von Natur aus noch schwerer. Dennoch können bei einer guten Vorbereitung auch in solchen aus der Not geborenen Verkäufen (Distressed M&A) in kurzen Zeiträumen Erfolge errungen werden.
In unserem Titelthema erläutern wir, wie bdp in solchen Fällen vorgeht, und stellen mit der Sphairon Access Systems GmbH ein Fallbeispiel vor, wie auch in der schwierigen Situation des Jahres 2010 ein produzierendes Unternehmen in Deutschland mit rund 200 Mitarbeitern innerhalb von drei Monaten erfolgreich veräußert werden kann.
Wir setzen unseren Grundkurs zum Steuerstrafverfahren fort und befassen uns in dieser Ausgabe mit den Fragen, wie eine Strafbarkeit vermieden werden kann und was zu tun und zu lassen ist, wenn die Steuerfahndung an der Tür klingelt.
Lange hatte sich der Gesetzgeber Zeit gelassen, um das deutsche Bilanzrecht zu modernisieren. Seit Inkrafttreten am 29. Mai 2009 wissen alle Unternehmer, wie die „neue“ Bilanz spätestens zum Ende des Geschäftsjahres 2010 aussehen muss. bdp hat ein 3-Phasen-Modell entwickelt, um den in den letzten 25 Jahren einmaligen Reformprozess in der Bilanzierungspraxis nicht ungesteuert und damit unkontrolliert ablaufen zu lassen.
Lizenzen für gewerbliche Schutzrechte finden sich in allen Bereichen des unternehmerischen Daseins. Muss der Lizenzgeber Insolvenz anmelden, so ist die oft unerlässliche Lizenz in Gefahr. Wir zeigen, wie Sie sich absichern können.
Ihr
Klaus Finnern