Unternehmenskrisen, in: bdp aktuell 55 | September 2009
Krisenmanagement im Handwerk
bdp-Partner Dr. Jens Christian Posselt beteiligt sich an Diskussion der Hamburger Bezirksmeister über Unternehmenskrisen
Auf ihrem 6. Hamburger Bezirksmeistertreffen befassten sich die Bezirksmeister des Hamburger Handwerks in diesem Jahr mit dem Management von Unternehmenskrisen bei größeren ungeplanten Auftrags- und Nachfrageausfällen.
Vor mehr als 60 Bezirksmeistern diskutierte der bdp-Partner und Spezialist für Unternehmens- und Insolvenzrecht, Dr. Jens-Christian Posselt mit Steuerfachmann Holger Jürgensen, Arbeitsrechtler Dirk Triglaff, Versicherungsexperte Marc-An-dreas Matischik, Karen Gruel, Kundenberaterin bei der Hamburger Volksbank und Dr. Dietmar Buchholz, dem Leiter der Rechtsabteilung in der Handwerkskammer über Vorbeuge- und Heilungsstrategien im Krisenfall.
Wichtige Ergebnisse des Expertengesprächs waren:
- Bereits in guten Zeiten sollte der Handwerksmeister einen Plan B für größere ungeplante Einnahmenausfälle entwickeln und Krisenbewältigungsreserven bilden.
- Bei ersten Krisenanzeichen sollte schnell das vertrauliche Gespräch mit dem Steuerberater, der Bank, dem Betriebsberater etc. gesucht werden.
- Besser vorher, aber auch noch im Krisenfall gilt es, das private Vermögen zu sichern, private Haftungsrisiken zu minimieren und sich vor zivil- und strafrechtlicher Verfolgung zu schützen.
- Im Krisenfall zusammen mit erfahrenen Beratern die Schritte zur langfristigen Liquiditätssicherung sorgfältig planen.
- Im Krisenfall ist es wichtig, dass alle Gläubiger vertrauensvoll ins Boot geholt werden. Diese haben auch ein großes Interesse am Fortbestand eines Unternehmens.
- Nur eine vollständige und ehrliche Schwachstellenanalyse aller Unternehmensbereiche hilft langfristig wieder aus der Krise.