Matthias Schipper
ist Geschäftsführer der bdp Management Consultants GmbH und in dieser Funktion oft in Restrukturierungsfällen „hands on“ als Interimsmanager (CRO) im Unternehmen tätig.
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) war lange in der politischen Diskussion, bis es dann im Oktober 2008 verabschiedet wurde und zum 01. November 2008 in Kraft getreten ist. Wir haben über die Entwicklung mehrfach berichtet.
Sehr im Blickpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stand die sogenannte „GmbH light“ die nun als „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ der englischen Limited Konkurrenz machen soll, indem sie Unternehmensgründungen auch mit einem Stammkapital von weniger als 25.000 Euro ermöglicht. Ob das gelingen wird, wird die Zukunft zeigen.
Dr. Jens-Christian Posselt stellt in dieser Ausgabe einen anderen Aspekt der GmbH-Reform ins Zentrum der Analyse und fragt danach, ob die Neuregelungen zur Kapitalaufbringung und Kapitalerhaltung, die durch das MoMiG und eine Reihe von Änderungen im Insolvenzrecht geschaffen wurden, das Gelbe vom Ei sind. Denn die GmbH-Reform muss den Praxistest in Zeiten zunehmender Unternehmenskrisen bestehen, und da gilt es zunächst festzuhalten, dass sie die Haftungsrisiken für Geschäftsführer und Gesellschafter erhöht hat.
Dr. Michael Bormann erläutert uns in Fortsetzung unseres Gesprächs Unternehmensfinanzierungen mit Beteiligungen und Mezzanine sowie der Hohen Schule der alternativen Unternehmensfinanzierung, der Eigenemission von Anleihen (Mini-Bonds). Wir informieren ferner über Fördermöglichkeiten durch die KfW.
Eigentlich ist jetzt das Umfeld wenig geeignet, um Unternehmensnachfolgen zu regeln. Aber jeder Einzelfall bedarf der Prüfung und wir zeigen, dass auch zurzeit Unternehmensverkäufe erfolgreich durchgeführt werden können.
Doreen Schmidt stellt schließlich die Vorteile dar, die eine elektronische Steuererklärung bietet.
Ihr
Matthias Schipper