Ralf Kurtkowiak
ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Geschäftsführer der bdp Revision und Treuhand GmbH und Partner bei
bdp Hamburg.
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Regel entstehen Unternehmenskrisen nicht von heute auf morgen. Zudem umfassen sie meistens alle Bereiche eines Unternehmens – vom Management über die Strategie bis zu den Prozessen und den kaufmännischen Systemen. Wahrgenommen werden Krisen jedoch meist erst dann, wenn Verluste entstehen oder die Liquidität nicht mehr ausreicht.
Das ist zu spät. Unzureichend sind oft auch die Methoden der Krisenbewältigung, wenn sie nur auf eine Sanierung der Bilanz abstellen.
Da Krisenursachen in allen Unternehmensbereichen zu suchen sind, müssen auch alle Bereiche einbezogen werden, wenn ein Unternehmen wieder aus der Krise herausgeführt werden soll. Dies erfordert einen Sanierungsansatz, der ganzheitlich das gesamte Unternehmen berücksichtigt. bdp hält den Erfolgsschlüssel einer dauerhaften Restrukturierung Sie bereit.
Auch wenn die Insolvenzverwalter in der Regel die Schärfe des rechtlichen Instrumentariums nicht vollständig ausnutzen, so bliebt doch für GmbH-Geschäftsführer oder AG-Vorstände, die sich der Insolvenzverschleppung schuldig machen, ein erhebliches Risiko, nicht nur strafrechtlich belangt, sondern auch in persönlichen Regress genommen zu werden. Hierzu trägt insbesondere das Verbot masseschädigender Auszahlungen bei, denn je später der Insolvenzantrag gestellt wird, desto größer wird das Volumen potenziell verbotener Zahlungen.
Die im Sommer anstehende Reform des Erbschaftsteuergesetzes wird einen erheblichen Anstieg des steuerlich relevanten Wertes von Immobilien mit sich bringen. Allerdings steigen auch die Freibeträge. Wir erläutern die neuen Bewertungsmethoden und identifizieren Gewinner und Verlierer der Reform.
Wir setzen ferner unsere Serie zur Reform des Bilanzrechts fort und informieren Sie in dieser Ausgabe über die anstehenden Änderungen bei Anhang und Lagebericht.
Ihr
Ralf Kurtkowiak