Dr. Michael Bormann
ist Steuerberater und seit 1992 Gründungspartner der Sozietät bdp Bormann Demant & Partner.
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
insolvenzrechtliche Fragen bleiben auf der Tagesordnung des deutschen Mittelstands. Wir beginnen dazu in dieser Ausgabe von bdp aktuell eine zweiteilige Serie zum Insolvenzrecht. In der vorliegenden Ausgabe informieren wir Sie über die Reformvorhaben der Bundesregierung, die das Verfahren für die Verbraucherinsolvenzen vereinfachen, Lizenzverträge insolvenzfest machen und die Position des Gläubigers stärken möchte. Selbstverständlich beurteilen wir auch, was davon zu halten ist.
Ebenso mit kritischem Auge haben wir den Entwurf gelesen, den das Finanzministerium jüngst zur Frage der steuerlichen Wertbestimmung von Unternehmen im Erb- oder Schenkungsfall vorgelegt hat. Unser Fazit: Wenn hier nicht nachgebessert wird, dann werden Unternehmenserben zu einem unkalkulierbaren Roulettespiel genötigt.
Unsere Serie zur Reform des Bilanzrechts setzen wir fort und informieren Sie über die anstehenden Änderungen zu Bilanzansatz und –bewertung.
Bilanzrechtliche Aktivitäten bringt auch die internationale Bankenkrise hervor, denn das marktnahe Fair-Value-Prinzip der IRFS steht zunehmend in der Kritik: Es lässt Preisschwankungen ungeglättet auf die Erfolgsrechnung durchschlagen und belastet diese durch eine Abwertungsspirale auch dann, wenn keine echten Verluste eingetreten sind.
Bereits 2002 legte das Bundesjustizministerium Mustervorlagen vor für die vorgeschriebene Aufklärung von Verbrauchern über ihr Widerrufs- und Rückgaberecht. Leider waren sie fehlerhaft. Jetzt gibt es eine neue Version, die der gerichtlichen Überprüfung standhalten soll.
Wir dokumentieren ferner die zentralen Aussagen von bdp-Partnerin Martina Hagemeier in den Nachrichtensendern n-tv und N24 zur Steuererklärung 2007.
Wir laden Sie schließlich ein zum Seminar „Krisen meistern, Chancen nutzen!" am 13.06.2008 in Berlin sowie zum „MoMiG-Workshop" am 16.06.2008 in Hamburg.
Ihr
Dr. Michael Bormann