Klaus Finnern

Klaus Finnern
ist Steuerberater und seit 2001 Partner bei bdp Hamburg.

bdp aktuell 32 | Juli + August 2007

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

in unserem Titelthema befassen wir uns in dieser Ausgabe mit der Frage der Unternehmensbewertung und -prüfung im M&A-Prozess. Bei der Aushandlung von Kaufpreisen spielt die Kapitalstruktur eine herausragende Rolle, denn eine zu geringe Eigenkapitalquote, die bei deutschen Unternehmen chronisch ist, schlägt sich negativ auf den Unternehmenswert nieder. Wer diese Abstriche nicht hinnehmen will, sollte von bdp prüfen lassen, ob der Kapitalmix durch geeignete Maßnahmen verbessert werden kann.

Wer als Geschäftsführer seinen kaufmännischen Sorgfaltspflichten nicht nachkommt, kann mit seinem persönlichen Vermögen in Regress genommen werden. Dies gilt auch für den Fall eines Unternehmenskaufs. Wer dies tut, ohne die Risiken durch eine Due Diligence objektivieren zu lassen und dabei eine Fehlinvestition tätigt, muss der von ihm geführten Gesellschaft Schadensersatz leisten. Wir empfehlen dringend, vor Unternehmenskäufen eine Due Diligence durchführen zu lassen.

Die Unternehmensteuerreform ist kein großer Wurf, sondern nur ein Bündel von Einzelmaßnahmen. Ob die Nettoentlastung eintreten wird, werden wir sehen müssen. Aber insbesondere die Zinsschranke wird dem Mittelstand in der Summe neue Lasten aufbürden. Die Abgeltungsteuer ist ebenfalls missraten, denn sie benachteiligt Aktienanleger und nötigt entweder zu wenig lukrativen Zinspapieren oder zu hohen Risiken.

Mit den Risiken von Kapitalanlagen aus der Sicht emittierender Unternehmen befassen wir uns in einer neuen Serie, in dieser Ausgabe steht die Haftung für falsche und unterlassene Kapitalmarktinformationen im Zentrum.

Ferner zeigen wir, dass zwischen Stiftungen und Unternehmertum keine zwingenden Widersprüche bestehen.

Wir informieren außerdem über die neu geregelte Investitionsrücklage und ihren Nutzen für Investoren.

Ihr

Klaus Finnern