Steuerprüfung, in: bdp aktuell 115 | Februar 2015

Auf Augenhöhe mit dem Außenprüfer

bdp unterstützt Sie bei der Vorabsimulation einer digitalen Betriebsprüfung und bei der Konzeption präventiver Maßnahmen

Lupe

Wer die Ankündigung einer Betriebsprüfung durch die Finanzbehörde erhält, bekam schon immer ein ungutes Gefühl. Wird aber heute eine digitale Betriebsprüfung angekündigt, verstärkt sich dieses Unwohlsein extrem, wenn man weiß, dass die Finanzämter heutzutage ein leistungsfähiges Auswertungssystem verwenden. Wer aber vorab die softwarebasierte Prüfung simuliert, kann präventiv tätig werden.

Was früher nur anhand von Stichproben überprüft werden konnte und ggf. eine ausgiebige Sichtung von Buchführungsunterlagen nach sich zog, bei dem gewisse Sachverhalte eher zufällig denn systematisch entdeckt wurden, wird heute durch den Einsatz entsprechender Software analysiert. Diese Analysesoftware kann erheblich umfangreichere Datenmengen weitaus schneller und qualitativ anspruchsvoller untersuchen, als dies zu analogen Zeiten möglich war.

Robert Mühlig

Robert Mühlig
ist Senior Consultant bei bdp Venturis.

Sie erleichtert die Verfolgung unzähliger Verknüpfungen innerhalb der Buchführung wesentlich und eröffnet den Behörden Möglichkeiten für ein zielgerichtetes Vorgehen.

Dabei greifen die Finanzbehörden seit längerem auf die Software IDEA zurück. IDEA (Interactive Data Extraction and Analysis) ist eine sehr leistungsfähige Software für den Import, die Selektion und die Analyse großer Datenmengen. In der Hand der Finanzbehörden eine scharfe Waffe.

Bei der Datenanalyse kommt es zur Anwendung von standardisierten Prüfroutinen und mathematisch-statistischer Methoden wie beispielsweise der Benford-Analyse, um manipulierte Werte ausfindig zu machen. Im Vordergrund der Betriebsprüfung stehen ohne Zweifel steuerliche Fragestellungen. Überprüft werden können hierdurch beispielsweise Bewirtungen, Scheinrechnungen, Verbuchungen von Umsatz- und Vorsteuerbeträgen, Kassenführung, Zeitreihenabgleiche und vieles mehr. Ergibt die Routineprüfung Auffälligkeiten, ist davon auszugehen, dass eine tiefere Prüfung folgt.

Wer die digitale Prüfung vorab simuliert, kann präventiv handeln

Auf der Gegenseite wird entsprechend reagiert, um mit den Behörden auf Augenhöhe zu bleiben. Die Zahl der Kanzleien und Berater, die ebenfalls mit IDEA arbeiten, steigt stetig. Im vergangenen Jahr hat auch bdp diese Software erworben, seine Mitarbeiter für den Einsatz geschult und Erfahrungen im praktischen Einsatz gesammelt.

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Denn als Unternehmer können Sie einer digitalen Betriebsprüfung dann gelassener entgegensehen, wenn Sie eine Betriebsprüfung mit Hilfe derselben Software, die auch die Finanzbehörden einsetzen, realistisch simulieren.

Voraussetzung ist, dass das EDV-System den elektronischen Datenzugriff ermöglicht und die Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU) einhält.

Wer eine Betriebsprüfung vorab simuliert, kann präventiv tätig werden. Mögliche Fragen von Prüfern können identifiziert und dann souverän pariert werden. Die Buchhaltung und betriebliche Vorgänge lassen sich rechtzeitig optimieren.

Auch für Jahresabschlussprüfungen ist eine Vorabsimulation sinnvoll, weil auch hier vermehrt auf die GDPdU-Daten zurückgegriffen wird. Für einzelne Bereiche ist ebenfalls eine spezifische Untersuchung denkbar, etwa wenn ein Verdacht auf Betrug besteht oder Compliance-Angelegenheiten geklärt werden sollen.

Gern informieren wir Sie im Detail und beantworten Ihre Fragen.

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